28
Apr
2010

Was heisst Gerechtigkeit?

Einkommen und Vermögen der Menschen klaffen immer weiter auseinander.
Während die einen trotz 40 Stundenwoche weniger als 900 Euro verdienen, erhalten andere Gehälter in Millionenhöhe.

Wie stark darf/soll hier der Staat eingreifen?
Mit einem Spitzensteuersatz von 80% z.B., oder anders?
Gibt es eine gerechte Einkommensverteilung?
Soll es ein maximales Verhältnis (z.B. 1:10 oder ein anderes?) zwischen Mindest-und Höchsteinkommen festgesetzt werden.
Was heisst Einkommensgerechtigkeit?

Formuliere das Problem und schlag begründet Deine Lösung vor!
Conny.D - 28. Apr, 11:41

Jeder ist seines Glückes Schmied

Vorest möchte ich klarstellen, dass ich für einen Mindestlohn bin. Wir Leben in einem Sozialstaat. Jedoch muss man dieses Thema mit Samthandschuhen berühren. Der Steuersatz sollte natürlich so verteilt sein, dass `` Arme``(global gesehen gehören wir ja zu den Reichsten Menschen) weniger Steuern zahlen sollen. Jedoch die Grenze nach Oben nich über die magische 50% Grenze gehen sollte.

Wieso soll jemand der hart für sein Geld arbeitet, lange Zeit ein Unternehmen aufgebaut hat und sehr viel Geld, Zeit investiert hat mit hohen Steuern bestraft wird ? Das wird Österreich meiner Meinung nach sehr schnell unattraktiv für Unternehmen machen. Unternehmen werden Ausland ins Ausland wandern, genauso wie Arbeitskräfte. Wieso sollte jemand 80% seines Gehalts an den Österreichischen Staat abgeben wenn er z.B in den USA maximal 30% zahlt. Durch diese Steuerpolitik werden in Österreich mehr Arbeitslose dazukommen.

Meiner Meinung nach wäre eine gute Methode, den Steuersätzen eine niedrige Obergrenze zu
Geben, damit ausländische Unternehmen anzulocken die im Gegenzug Österreicher Anstellen. Es würde zugleich die Arbeitslosenrate senken und die Kassen des Sozialsystems füllen da es viele Wenigverdiener gibt die auch Steuern zahlen, zwar geringe aber die Anzahl der Steuerzahler ist hoch. Dabei sollte natürlich ein Mindesteinkommenssatz berücksichtigt werden.

Für eine Begrenzung des Einkommensverhältnis bin ich nicht es hemmt die Wirtschaft und macht Österreich als Standpunkt für Unternehmen unattraktiv.

Als Zusammenfassung würde ich Sagen: Hohes Einkommen sollte nicht bestraft werden, jedoch sollten Schwache gefördert werden.

bruno k - 28. Apr, 12:23

gerecht? ungerecht?

Das es arm und reich gibt ist mir das erste Mal in der Volksschule aufgefallen. Die Familie meines besten Freundes lebte in einer kleinen, älteren Wohnung. Ich fragte meinen Vater wieso wir eine größere Wohnung haben, doch seine Antwort von wegen Einkommen, Verteilung, brutto und netto verstand ich damals noch nicht. Mir wurde nur klar, dass es Menschen mit besseren Jobs und Menschen mit schlechteren Jobs gibt.
Wieso ist das so und wer entscheidet das?
Wie ich später herausfand spielt Bildung dabei eine wichtige rolle. Je besser man ausgebildet ist, desto leichter bekommt man einen guten Job. Im Durchschnitt zumindestens.
Wieso macht dann nicht jeder eine gleich gute Ausbildung?
Weil Bildung auch Geld kostet. Und so ist es nicht jedem möglich auf Privatschulen zu gehen, Weiterbildungen zu bezahlen oder im Ausland zu studieren. Und so bleiben Arme arm und Reiche reich.
Ungerecht?
Ja schon. Schließlich kann ein Kind nichts dafür, dass es in einer armen Familie geboren wurde. Genauso wenig, wie ein Straßenkind in Indien etwas für seine Situation kann. Klar, man kann versuchen sein Schicksal zu ändern und einigen geliegt dies auch aber die Chancen auf ein Leben in Wohnstand sind wesentlich geringer als bei einem Millionärssohn, der mit 16 schon weiß, dass er später in Harvard studieren könnte.
Daran sollte man etwas ändern, an dieser Kluft zwischen arm und reich und der damit verbundenen Ungerechtigkeit. Weltweit gesehen selbstverständlich, aber auch in Österreich. Die Arbeitslosigkeit bei uns ist so hoch wie noch nie. Jugendliche, vor allem jene ohne Matura und Studium suchen vergeblich nach Arbeit. Firmen gehen Bankrott während deren Chefs weiterhin Millionen verdiehnen.
Heute bin ich für Gerechtigkeit und so mit für die sofortige kürzung dieser Millionengehälter. Es ist mir einfach nicht verständlich wie die Obersten Mitarbeites von Unternehmen so viel verdiehnen können, zumeist sie die Firma ja nicht selber gegründet und aufgebaut haben. Ganz im Gegenteil, meistens leisten sie sogar schlechte Arbeit und schreiben sag Jahren nur negative Bilanzen.
Genauso sehr bin ich für höhere Steuern für Gutverdiehner. Ich weiß, sie haben sich ihr Geld selbst erarbeitet und sitzen ständig im Büro für ihr Riesengehalt aber allein schon aus sozialen Gründen bin ich für solch eine Steuer. Außerdem haben diese Menschen auch mal Hilfe bekommen und jetzt Angestellte die für sie arbeiten und weniger verdiehnen.
Man sollte den ärmeren Leuten helfen und sie finanziell unterstützen und gleichzeit den reicheren Leuten mehr Steuern aufsetzen.
Ein bisschen so wie Robbin Hood.

hasselhoff - 28. Apr, 12:24

Ich finde es sehr wichtig den armen Menschen zu helfen aber eine höhere Besteuerung halte ich für sehr unüberlegt. Natürlich hört es sich gut an, wenn man sagt wir senken die Steuern für Arme und heben gleichzeitig den Maximalsteuersatz. Welcher Betrieb würde sich dann noch in Österreich ansiedeln, wenn man nur 20% von seinem Erwirtschaftetem behalten kann und zwei Länder weiter würde man 50% bekommen. Das sind bei einem Umsatz von einer Million € achthunderttausend € die man nie zu Gesicht bekommt. Das wäre keine Hilfe für Arm und Reich wenn der Wirtschaftsstandort Österreich an seiner Attraktivität verlieren würde. Man müsste den ärmeren Bürgern Erleichterungen bringen, aber woher soll das Geld kommen? Bildung und Gesundheit sind zu wertvoll um sie anzugreifen und wenn man den Steuersatz erhöhen will, muss man das EU weit machen, um nicht als „zu teuer“ da zu stehen.
Die Mittel- und Oberschicht lebt ihren Wohlstand auf kosten der Unterschicht aus. Wobei man bei Unterschicht auch noch mal einen großen Unterschied machen muss, ob es sich um einen Österreicher handelt der sich keine Wohnung leisten kann, oder ob es sich um eine Familie handelt die hungern muss weil die Getreide Preise wieder gestiegen sind, nur weil einige Broker gerade den Trend in diesem Rohstoff entdeckt haben. Auf der anderen Seite, wer will denn von uns sein aktuelles Leben aufgeben und Teile seines Wohlstandes für andere opfern. Wie bereit wir dafür sind merkt man eh an unserem "spendablem" Verhalten.
Jetzt kommt einfach nur ein Gedanke den ich nicht wirklich vertrete, aber um Armut wirklich zu bekämpfen müsste ein neues System her. Sei es ein gleichberechtigter Staat wie in Cuba oder irgendeine andere Form der sozialen Gerechtigkeit. Aber wie soll das funktionieren. Bei dem System der „sozialen Gleichheit“ im Sinne von gleichem Einkommen müssen alle mitspielen. Jeder einzelne Staat dieser Welt müsste das selbe Einkommen bieten und wenn einer aus der Reihe tanzt, indem er Leuten die Freiheit gibt frei zu wirtschaften bricht das ganze System zusammen. Denn dann würden sich diejenigen die schlechter verdienen im Gegensatz zu den anderen benachteiligt fühlen. Als ich in Cuba war, hatte ich nicht den Eindruck, dass jeder mit seinen 20$ Einkommen und den damit verbundenen Einschränkungen zufrieden war.

Stephan Adler - 28. Apr, 13:11

Arm und Reich(Stephan Adler)

Zu beginn müssen wir uns die gegenwärtige Situation vor Augen führen.
Eine Reinigungskraft die pro Woche zwischen 35 und 40 Stunden arbeitet, verdient ungefähr 900 Euro im Monat. Ein Bauarbeiter, der kein Facharbeiter sondern ein sogenannter Hackler ist verdient 1000 bis 1200 Euro, während Vorsitzende von Konzernen mehrere 100 000 oder sogar Millionen verdienen.
Stellen wir uns nun einmal die Frage, warum das so ist. Um die Frage zu beantworten muss man wissen, wie Arbeit in unserem System definiert bzw. bewertet wird. Welche Arbeit bringt wie viel Leistung und wie viel ist sie wert? Jedenfalls wird Leistung nicht an investierter Arbeit gemessen, was falsch ist. Ein Fabrikarbeiter der 40 Stunden die Woche arbeitet, wird schlechter bezahlt als ein Konzernvorsitzender, der 30 Stunden die Woche arbeitet. Auch der Unterschied im Kraftaufwand und in der körperlichen Belastung wird nicht richtig bewertet. Das Argument der Erschwerniszulage hat hier kein Gewicht, denn diese ist im Jahreseinkommen mit inbegriffen. Das bedeutet, dass die Arbeit des Konzernchefs als wertvoller angesehen wird. Das Argument dafür ist meistens, dass ein Konzern Arbeitsplätze schafft. Das ist richtig, allerdings vergessen wir, dass nicht der Konzern sondern die Arbeiter die Produkte des Konzerns herstellen. Trotzdem sind in unserem System die Arbeiter vom Konzern abhängig. Das ist ein Fehler, denn es müsste logischer Weise umgekehrt sein, denn die Arbeiter sind der Konzern und bilden dadurch die Existenzgrundlage des Chefs. Wenn allerdings ein Konzern zusammenbricht, ist nicht die Existenz des Konzernchefs, sondern die der Arbeiter bedroht, weil sie ihrer Grundlage beraubt werden, während der Vorsitzende des Konzerns eine finanzielle Absicherung hat. Auch das bewerten von Arbeit in ihrer Wichtigkeit wird im Kapitalismus falsch ausgeführt. Bauern und Arbeiter sind die Basis, also der wichtigste Bestandteil unserer Gesellschaft, weil sie diese mit den lebensnotwendigen Gütern, also Nahrung und einem Dach über dem Kopf versorgen. Deshalb bringen sie die größte Leistung von allen, weil sie für die Gesellschaft am wichtigsten sind. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass im Kapitalismus diejenigen, die die größte Leistung erbringen, am schlechtesten bezahlt werden. Dieses Problem kann nur durch die Abschaffung des Geldes, die vollständige Verstaatlichung der Produktionsmittel, sowie die kommunale Organisation des Staates erreicht werden. Das wäre die einzige gerechte Lösung.

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