14
Apr
2011

Neid

Neid
Der Neid ist eines der ältesten Gefühle. Er besteht seit Existenz der Besitztümer, da man darunter das Verübeln der Besserstellung eines anderen versteht. Er ist der Missgunst ähnlich, durch einen stärkeren emotionalen und ethischen Vorwurf ihr jedoch nicht gleich. Ein Neider wird durch den Besitz oder Vorzug anderer gekränkt. Er fühlt sich benachteiligt, auch wenn dies zeitweise nicht zutrifft. Kinder, beispielsweise, die eine Packung Kaugummi von ihren Eltern bekommen, ihr Geschwisterchen erhält eine Tafel Schokolade, fühlen sich benachteiligt und weniger beachtet, da sie nicht das Gleiche nachweisen können. Oder der Neid den die Klassenbesten oder der Torschützenkönig erfahren. Dieser ist wiederum die Auseinandersetzung mit den Fehlern der Neider. Neid muss nicht immer Missgunst oder das Gefühl der Benachteiligung bedeuten. Ein Großvater, der seine Tochter für ihre Jugend und Schönheit beneidet, missgönnt ihr diese Eigenschaften nicht und fühlt sich auch nicht gekränkt. Dieses Gefühl scheint angeboren zu sein. Gustav Ratzenhofer hat den Neid, genauer den „Brotneid“, als Urkraft angesehen. Gäbe es den Brotneid nicht, wäre soziales Verhalten nicht möglich. Er postuliert, dass ein sozialer Antrieb nur durch die Urkräfte gegeben ist. Diese wären unter anderem, der „Brotneid“ und die „Blutliebe“, da die Gesellschaft der „absoluten Feindseligkeit“ unterliegt und somit Neid den Startschuss der Veränderung gibt. Helmut Schoeck erhob den Neid indes zum Schlüsselbegriff der Soziologie. Er war davon überzeugt, dass erst die Furcht vor zerstörerischem Neid Anderer ein Zusammenleben größerer Gruppen ermöglichte. So wie die Menschen seit Urzeiten mit Opfergaben versuchen, den Neid der Götter zu besänftigen. Die Furcht Neid bei anderen in einer Gruppe zu schüren und dafür geächtet zu werden, macht ein Zusammenleben möglich. Neid wurde von dem Psychoanalytiker Rudolf Haubl in mehrere Teile unterschieden. Der depressiv-lähmende, feindselig-zerstörende und der ehrgeizig-stimulierende, auf Veränderung drängende Neid. Letzterer ist Ratzenhofers Urkraft ähnlich bis gleichbedeutend. Auch in der Natur kann es so etwas wie Neid geben. Studien mit Kapuzineraffen, denen bei Erfüllung einer Aufgabe eine Belohnung gegeben wurde, zeigen dass dieses Gefühl ein urtümliches Gefühl sei. Manchen Affen wurde nach ihrem Erfolg eine leckere Traube gegeben, während einem anderen lediglich ein Stück Gurke übereicht wurde. Diese „benachteiligten“ Tiere verweigerten daraufhin eine weitere Teilnahme an den Aufgaben. Auch bei Beobachtungen von menschlichen Gehirnen zeigen, dass wir Belohnungen immer im Vergleich sehen. Auch in verschiedenen Religionen wird das Thema Neid behandelt. Im katholischen Glauben gehört der Neid seit dem 6. Jahrhundert zu den sieben Todsünden. Als Beispiel wird der Neid zwischen Kain und Abel angeführt, welcher schließlich zum Brudermord führte. Im Hinduismus wird die gesellschaftliche Ungleichheit als Leck im spirituellen Karma angeführt und in den verschiedenen Kasten endet. Nur absolute Anerkennung kann zu einem spirituellen Aufstieg führen, wonach man im nächsten Leben bessergestellt ist.



Thierry Rudas

25
Jan
2011

24
Jan
2011

13
Jan
2011

28
Apr
2010

Vereinsamt

Beschreibung eines "Seelenzustands"

total erschöpft

Beschreibung eines "Seelenzustands"

Was heisst Gerechtigkeit?

Einkommen und Vermögen der Menschen klaffen immer weiter auseinander.
Während die einen trotz 40 Stundenwoche weniger als 900 Euro verdienen, erhalten andere Gehälter in Millionenhöhe.

Wie stark darf/soll hier der Staat eingreifen?
Mit einem Spitzensteuersatz von 80% z.B., oder anders?
Gibt es eine gerechte Einkommensverteilung?
Soll es ein maximales Verhältnis (z.B. 1:10 oder ein anderes?) zwischen Mindest-und Höchsteinkommen festgesetzt werden.
Was heisst Einkommensgerechtigkeit?

Formuliere das Problem und schlag begründet Deine Lösung vor!

26
Apr
2010

Meine ideale Schule

Eine Festansprache

Sterben

Eine Kindergeschichte

19
Apr
2010

Mein Lebenslauf im Jahre 2042

Das habe ich getan,
so bin ich dazu gekommen,
das habe ich erreicht:

Das Flugzeug

Auf Washington DC kommt ein Flugzeug zu.
Noch befindet es sich über dem Atlantik.
Die CIA hat den Präsidenten informiert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit (auf Rückfrage wird sie mit 60% beziffert) befindet sich die Maschine in der Hand von Terroristen, und eine verheerende Bombe ist an Bord.
Würde diese auf eine Stadt gelenkt, gäbe es zehntausende Tote.
Aber:
Es kann aber alles nur ein technisches Gebrechen sein (der Kontakt zum Flugzeug ist abgerissen) und alles ist normal an Bord.
Es gibt keine gesicherten Fakten.
Man ist auf gemeindienstliche Informationen angeweisen, die sich öfter als falsch herausgestellt haben.
Abfangjäger sind gestartet, um, falls der Befehl erfolgt, die Maschine abzuschiessen.
Es befinden sich 266 Personen an Bord.
Der Präsident hat wenige Minuten Zeit zu entscheiden.
Seinen Entschluß teilt er live via TV mit.
Hier seine Rede:

25
Mrz
2010

Wut, Hass, Eifersucht, Langeweile

Das kann uns quälen.
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